Das erneuerbare Energien Gesetz 2012




 
Erneuerbare-Energien-Gesetz 2012
 
      Was bedeutet das für Biogasanlagen?
 

Das Erneuerbare Energien Gesetz 2012 regelt den Rechtsrahmen für die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und legt die garantierte Höhe und Dauer der Einspeisevergütung fest.

Das EEG 2012 berücksichtigt dabei folgende Bereiche:

  •  Wasserkraft
  • Windenergie
  • Sonnenenergie (u.a. Photovoltaik)
  • Geothermie
  • Energie aus Biomasse wie z.B. Biogas, Biomethan, Deponie und Klärgas


Wir werden hier nur auf die Biomasse, insbesondere Biogas und Biomethan eingehen und aufzeigen, wie die Förderbedingungen aussehen und welche alternativen Betriebsformen es gibt. Zusätzlich werden wir das ganze nochmal am Beispiel der bei uns gebauten Anlage durchrechnen.  

 Das EEG 2012 löste das EEG2009 ab und änderte die Rahmenbedingungen und Einspeisevergütungen. Leider wurde beim der EEG 2012 die Chance verpasst eine Förderung anhand der Reduzierung von CO2 - Immissionen festzulegen. Statt dessen wurden die Randbedingungen nur halbherzig geändert und Schlupflöcher gelassen. Ein Beispiel ist z.B. die in dem neuen EEG2012 festgelegten Mindestwärmenutzung. Durch Wahl einer anderen Betriebsform umgeht man dieser Verpflichtung komplett, dazu aber später mehr. Was hat sich also geändert.
 Im EEG 2009 wurde eine Grundvergütung je nach elektrischer Leistung der Anlage gezahlt. Hinzu kamen Bonuszahlungen. U.a. gab es einen nachwachsenden Rohstoffbonus, einen Güllebonus, einen landwirtschaftlichen Materialbonus, einen Emissionsminderungsbonus, einen KWK-Bonus ( Kraft-Wärme-Kopplung) und ein Technologiebonus. Diese Boni wurden mit dem EEG 2012 abgeschafft.

 Im EEG 2012 erfolgt die Förderung anhand der Leistung der Anlagen und der Einsatzstoffe. Zusätzlich gibt es noch weitere Regelungen auf die wir im folgenden ebenfalls eingehen wollen.

 Leider ist das neue EEG2012 recht einseitig und berücksichtigt leider in keinster Weise Immissionsminderungbelange.

 Die Förderung nach dem Erneuerbare Energien Gesetz 2012. (Quelle: bmelv.de)

Welche Stoffe in welche Einsatzvergütungsklasse gehören finden Sie ebenfalls im EEG 2012.

Wir werden diese hier nicht alle aufführen. Eine Broschüre hierzu können Sie sich über folgenden Link herunterladen: http://www.bmelv.de/SharedDocs/Downloads/Broschueren/EEG-Novelle.pdf?__blob=publicationFile

Hier finden Sie auch die Infos zur Direktvermarktung, Marktprämie und Flexibilitätsprämie.

Wir werden bis Mai 2013 die in Melzdorf geplante Anlage mal hier durchrechnen und dann auch noch ausführlich auf die Direktvermarktung, Marktprämie und Flexibilitätsprämie eingehen.  Berücksichtigen werden wir auch die Auswirkungen auf die Anlagengröße, unsere Einschätzung zur Verdienstmöglichkeit, der Umgehung der Wärmenutzungspflicht und die Auswirkung auf eine mögliche Wärmenutzung.