Geruchsimmissionen durch Biogasanlagen!




 
Geruchsimmissionen
 
      durch den Betrieb von Biogasanlagen!
 

Schaut man sich im Internet mal um, so wird man schnell auch bei Betreiberseite fündig, die in Vorträgen die möglichen Ursachen von Geruchsbelästigungen aufführen und mögliche Wege zur Beseitigung oder Rechtfertigung anführen. Nachfolgend eine Zusammenfassung der Ursachen.

Geruchsimmissionen entstehen:

  • durch den Siloanschnitt der neuen großen Siloanlage (365 Tage im Jahr).
  • durch nicht ordnungsgemäß abgedeckte Silagen - was hier in Melzorf aktuell der gängigen Praxis entspricht.
  • bei der Anlieferung von Substraten (Gülle etc.).
  • bei Störungen in der Biogasanlage ist es durchaus noch gängige Praxis, dass das sogenannte Biogas (Methangas) einfach freigesetzt wird, obwohl auch evtl. schon Notfackeln vorhanden sind. Diese Gerüche gelten als besonders unangenehm, ganz abgesehen von den anderen schädlichen Auswirkungen.
  • Immissionen von Methangasbestandteilen die aus Gärrestlagern oder auch Fermentern diffundieren.
  • die durch Abgase bei der Verbrennung des Biogases, also die beim verstromen entstehen. Hier wurden schon Werte von mehreren Tausend Geruchseinheiten pro Kubikmeter festgestellt.
  • beim Ausbringen der Gärreste auf den Äckern sieht die Betreiberseite eher als unkritisch. Hier kommt immer das Argument: "Bei der Ausbringung von Gärresten anstatt von Gülle entsteht viel weniger Geruch, da die Gärreste nur einen minimalen Eigengeruch haben." Die Realität sieht aber auch öfters mal anders aus, dann werden Gärreste ausgefahren die z.B. nicht ordentlich vergärt wurden. Das ist dann nicht mehr wirklich schön.

Bei der geplanten Biogasanlage in Melzdorf kommen noch folgende Punkte hinzu:

  • Melzdorf liegt in einer Senke - der Geruch staut sich
  • die Windrichtung geht von der geplanten Anlage direkt ins Dorf

 seht euch hierzu mal die Statistik unter,

http://de.windfinder.com/windstats/windstatistic_wasserkuppe.htm

an, die unter anderem auch die Wahrscheinlichkeit der Windrichtung anzeigt. Die Statistik basiert auf Aufzeichnungen von 9-2003 bis 4-2010. Messstation ist die Wasserkuppe. Hier herrschen zwar andere Windgeschwindigkeiten aber die Windrichtung entspricht der in unserer Region. Das zeigt eindeutig, dass Melzdorf insgesamt von den Geruchs- und Geräuschbelastungen aus der Bio-Gas-Anlage betroffen wäre, würde der Standort am Kapellenweg sein.