Grundwasserbelastung / Trinkwasserbelastung durch Nitrate etc..




  
Grundwasserbelastung durch BGA's
 
      u.a. durch Nitrate, Antibiotika.
 

Grundwasserbelastung durch Nitrate in Gülle und Gärresten:

Etwa 66 % des Trinkwassers in Deutschland stammt aus dem Grundwasser. Damit ist das Grundwasser der wichtigste Lieferant für unser Trinkwasser.

Da beim Anbau von Mais häufig übermäßig gedüngt wird und bei der Vergärung in Biogasanlagen nur der Kohlenstoff entzogen wird, landen die meisten Teile irgendwann über die Gärreste im Grundwasser. Auf diese Risiken weisen bereits mehrere Wasserverbände hin und schlagen Alarm.

In vielen Gemeinden sind die Grenzwerte von 50 mg NO3-/Liter bereits weit überschritten.

Nitratbelastung des Grundwassers Quelle: wikipedia.de

"....Nitrat (NO3-) ist im Trinkwasser unerwünscht, weil es unter bestimmten Umständen in das gesundheitlich bedenkliche Nitrit umgewandelt wird. Es kann mit sekundären Aminen (Ammoniakbasen), die in der Nahrung vorkommen oder bei der Verdauung entstehen, Nitrosamine bilden. Von diesen zählen einige zu den krebserregenden Stoffen. Um die gesundheitlichen Risiken weitgehend auszuschließen, sollen die Nitratgehalte im Trinkwasser möglichst niedrig sein. Der Grenzwert für den Nitratgehalt im Trinkwasser wurde 1991 mit der EG-Richtlinie 91/676/EWG auf 50 mg NO3-/Liter festgesetzt. Dieser Grenzwert kann bei unsachgemäßer Düngung, insbesondere auf leichten, durchlässigen Böden überschritten werden. Grundwasser enthält von Natur aus meistens weniger als 10 mg NO3-/Liter...."

Über nachfolgenden Link gelangt Ihr zu ein paar Artikel zum Thema Nitratbelastung und deren Gefährlichkeit für die Menschen und insbesondere auch für Säuglinge.

Grundwasserbelastung durch Nitrate

Antibiotika-Rückstände aus Gärresten landen im Trinkwasser:

Wie auch bei anderen Themenschwerpunkten im Bereich der Biogasanlagen sind uns die Österreicher einen Schritt voraus und haben bereits den Einfluss von Arzneimittelwirkstoffen, insbesondere Antibiotika auf Biogasanlagen untersucht.

Dabei sind Sie zu folgenden Ergebnissen gekommen!

Die verbleibenden Gärrückstände enthalten oft hohe Dosen von Antibiotika, belegt eine Studie des Umweltbundesamtes in Wien.

Seit 2007 haben Umweltbundesamt, Österreichische Arzneimittelagentur (AGES) und Universität für Bodenkultur in Labor- und Freilandversuchen die Antibiotika-Belastung der Gülle und der ebenfalls zur Düngung verwendeten Gärrückstände in Biogasanlagen untersucht. Studie wurde in 2010 veröffentlicht.

Nun liegt das Ergebnis vor: Mit bis zu 770 mg Arzneisubstanzen pro Kilo waren die untersuchten Proben belastet. Die Substanzen können sich auch im Boden anreichern. Dann gelangen sie ins Grundwasser und auf diesem Weg in unser Trinkwasser. Auch die Vegetation nimmt die Stoffe auf, „allerdings nur in geringer Konzentration.“ Das Problem sei in Österreich derzeit noch kleiner als etwa in Deutschland oder der Schweiz.

 Quelle - Artikel: Nachrichten.at  Link: http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/art4,484635

 Komplette Untersuchung (52-Seiten): Umweltbundesamt: Antibiotika und Biogasanlagen – Abbauverhalten und Einfluss auf die Biogasproduktion
 Link: http://www.baufachinformation.de/literatur.jsp?bu=2010119008376

Unser Fazit: Die hohen Werte von Österreich werden wir wahrscheinlich noch toppen können. Die Gefahr der Bildung von Resistenzen (Antibiotika) sehen wir als gegeben an.