Lärmimmissionen durch Biogasanlagen!




 Geräuschimmissionen

 
      durch den Betrieb von Biogasanlagen!
 

Lärmimmissionen entstehen unter anderem durch:

  • Verkehrslärm durch die Zufuhr der Gülle
  • Verkehrslärm durch die Befüllung der riesigen Maissilos in der Erntezeit
  • Verkehrslärm durch die tägliche Bestückung der Anlage
  • Dauerlärm durch die Motoren der Biogasanlage (Turbinen zur Stromproduktion). Dieser ist besonders kritisch zu sehen da die Anlage 24 Stunden jeden Tag und 7 Tage die Woche läuft.

Bei der geplanten Anlage in Melzdorf kommt noch hinzu:

  • die Windrichtung geht von der geplanten Anlage direkt ins Dorf

Seht euch hierzu mal die Statistik unter,

http://de.windfinder.com/windstats/windstatistic_wasserkuppe.htm

an, die unter anderem auch die Wahrscheinlichkeit der Windrichtung anzeigt. Die Statistik basiert auf Aufzeichnungen von 9-2003 bis 4-2010. Messstation ist die Wasserkuppe. Hier herrschen zwar andere Windgeschwindigkeiten aber die Windrichtung entspricht der in unserer Region. Das zeigt eindeutig, dass Melzdorf insgesamt von den Geruchs- und Geräuschbelastungen aus der Bio-Gas-Anlage betroffen wäre, würde der Standort am Kapellenweg sein.

Besonders zu beachten ist der tieffrequente Lärm (Infraschall):  Den Geräusche bei tiefen Frequenzen können sich  auch über große Entfernungen kilometerweit nahezu ungehindert ausbreiten.

Zur Genehmigung eine Biogasanlage müssen die Werte der TA Lärm eingehalten werden. Aber selbst das Bundesumweltamt sagt:"...Wahrnehmung und Wirkungen tieffrequenter Geräuschemissionen führen in der Nachbarschaft vielfach auch dann zu Klagen und Beschwerden, wenn die  anzuwendenden Beurteilungskriterien nach den eingeführten Regelwerken (z.B. TA Lärm) eingehalten sind..."

Detaillierte Infos zu dem Thema (inkl. der Quellen) findet Ihr auf unserer Seite im Abschnitt: Tieffrequenter Lärm: Infraschall.

Eine weitere Aussage zur möglichen Lärmbelastung durch Biogas - Anlagen.

Herr Weber ist beim Regierungspräsidium Kassel für die Genehmigung der Biogasanlage zuständig. Seine Aussage hat er im Hessischen Wochenblatt vom 23.03.2012 gemacht: Auszug:"...Die Geräuschverteilung im Umfeld einer Anlage ist keineswegs gleichmäßig – natürliche Abschattungen können die Ausbreitung von Lärm stark dämpfen, das solle man „gleich zu Beginn der Planung berücksichtigen, später wird es sonst schwieriger“. Offene Fluchten dagegen erlauben weite Verbreitung und „man kann nicht sagen, ich bin 600 Meter entfernt und habe deshalb keine Probleme“. Weber berechnet es beispielhaft für zwei Blockheizkraftwerke einer Biogasanlage mit jeweils 80 dB(A) Motorengeräusch. Im ungünstigsten Fall wird erst in einem Abstand von vier Kilometern der nächtliche Richtwert für Dorfgebiete von 45 dB(A) eingehalten...."