Anschlagserie (Sachbeschädigungen) gegen Bürgerinitiative reißen nicht ab.

Da die Serie von Sachbeschädigungen gegen das Eigentum der Bürgerinitiative und die Fahrzeuge der Mitglieder der Bürgerinitiative seid 2 Jahren nicht abreißen, haben wir uns dazu entschlossen diese zu veröffentlichen und die Öffentlichkeit um Hilfe zu bitten. Es ist inwzischen eine Agressionsschwelle erreicht die so nicht mehr hinnehmbar ist. Deshalb hat die Bürgerinitiative eine Pressemeldung hierzu herausgegeben. Außerdem wurde eine Belohnung von 500 Euro für Hinweise zur Überführung der Täter ausgesetzt. Die Hinweise bitte an die örtliche Polizeibehörde richten.

Nachfolgend die ganze Pressemeldung und danach die Veröffentlichungen (Wir werden Sie an diese Stelle über die weitere Entwicklung auf dem laufenden halten):

Petersberg/Melzdorf: Anschlagserie reißt nicht ab!

Seit fast 2 Jahren kommt es in unregelmäßigen Abständen immer wieder zu teilweise massiven Sachbeschädigungen vor allem an Fahrzeugen im Kapellenweg in Melzdorf. Betroffen sind dabei ausschließlich das Eigentum und die Fahrzeuge der im Ort ansässigen Mitglieder der Bürgerinitiative.

Die Bürgerinitiative Melzdorf setzt sich seit fast 3 Jahren gegen den Standort einer Biogasanlage in unmittelbarer Nähe zur Wohnbebauung ein. Als Bau und Betrieb der Anlage in 2012 vom RP Kassel genehmigt wurden, nahmen von den Auswirkungen betroffene Nachbarn und Mitglieder der Bürgerinitiative gerichtliche Hilfe in Anspruch. Kurz darauf wurde die Biogasanlage dann auf eigenes Risiko der angehenden Betreiber der Bioenergie Bug GbR gebaut, obwohl das laufende Gerichtsverfahren zur Genehmigung der Biogasanlage noch nicht abgeschlossen ist. Nach Baustart hatten Mitglieder der Bürgerinitiative -auch auf Empfehlung der Betreiber- ein Eilverfahren gegen das Land Hessen (RP Kassel) eingeleitet, mit dem Ergebnis, dass die Biogasanlage aktuell nicht in Betrieb genommen werden darf.

Überschattet wird der Einsatz der Bürgerinitiative durch nicht abreißende Anschläge auf das Eigentum und die Fahrzeuge von Mitgliedern der Bürgerinitiative in Melzdorf. Jetzt nach zwei Jahren hat sich die Bürgerinitiative Melzdorf nach vielen internen Gesprächen dazu entschlossen, mit dieser Thematik an die Öffentlichkeit zu gehen. Der Pressesprecher der BI „Dipl.-Ing. Andreas Sippel“ sagt dazu: „Am Anfang war uns gar nicht klar, dass es überhaupt eine Problematik gibt, aber jetzt ist eine Aggressionsschwelle erreicht, die so nicht mehr hinnehmbar ist. Uns bleibt keine andere Wahl, als die Öffentlichkeit zu informieren und um Mithilfe zu bitten“.

Auf die Frage, was denn eigentlich alles passiert ist, antwortete die BI: Vor etwa zwei Jahren fing es mit Sachbeschädigungen an unserem Informationsstand und den aufgestellten Protestplakaten an.

Nach einiger Zeit verschlimmerte sich die Situation und die Sachbeschädigungen richteten sich gegen die Fahrzeuge von Mitgliedern der BI. Es wurden Schrauben in die Reifen der Fahrzeuge gedreht und Nägel unter die Räder gestellt. Diese Sachbeschädigungen hatten einen ganz anderen Charakter, denn nun richteten die Täter nicht nur materiellen Schaden an, sondern nahmen auch in Kauf, dass Personen durch die Folgen ernsthaft zu Schaden kommen können. Jeder weiß, was passieren kann, wenn man plötzlich einen platten Reifen bei voller Fahrt hat. Nach bereits 6 Sachbeschädigungen dieser Art kann man von großem Glück sprechen, dass bisher nichts Schlimmeres passiert ist. Den Tätern schien dies aber nicht zu reichen und sie beschädigten ein Fahrzeug mindestens 3 mal massiv an Kotflügel, Haube und Front. Die letzte Sachbeschädigung ereignete sich in der Nacht vom 1. auf den 2. April, also in der Nacht von Ostermontag auf Dienstag. Am Ostermontag hatte die Bürgerinitiative noch ihr neu gestaltetes und erweitertes Internetportal veröffentlicht. Die Bürgerinitiative mutmaßt nun, dass diese Tatsache den Tätern nicht sonderlich gefallen hat und sie daraufhin die Tat begangen haben. Die Mutmaßung begründet die BI damit, dass auch in der Vergangenheit die Sachbeschädigungen kurz nach Aktionen, Veranstaltungen und erzielten Erfolgen der BI begangen worden sind.

Der Karosseriebauer, der das zuletzt beschädigte Fahrzeug wieder in Stand gesetzt hat, meinte, nachdem er das Fahrzeug begutachtet hat "Da hat sich jemand wirklich Zeit gelassen und mit Zangen und anderen Werkzeugen den Kotflügel regelrecht malträtiert". Und das, so die BI, obwohl das Fahrzeug direkt am Kapellenweg gut einsehbar mit Lampe und Bewegungsmelder geparkt war. Die BI vermutet deswegen, dass es sich um mehrere Täter handeln muss. Auf die Frage, was nun die BI weiter unternehmen wolle, um die Täter zu fassen, antwortet die BI: "Wir versuchen natürlich besser aufzupassen und hoffen, dass vielleicht ein entscheidender Hinweis aus der Bevölkerung kommt. Vielleicht hat ja jemand etwas gesehen und kann das erst durch diesen Bericht einordnen. Außerdem hoffen wir, dass die Veröffentlichung vielleicht dazu beiträgt, dass die Täter ihr Tun und deren mögliche Folgen noch mal überdenken."

Die Täter sind bereit, ein sehr hohes Risiko einzugehen und legen ein hohes Aggressionsverhalten an den Tag. Bis heute haben wurde ein Sachschaden von 5.000 bis 6.000 Euro angerichtet. Die Polizei ist eingeschaltet. Zusätzlich hat die BI eine Belohnung von 500 Euro für sachliche Hinweise ausgelobt, die zur Überführung der Täter führen. Hinweise bitte direkt an die örtliche Polizei.

Veröffentlichungen im Internet:

Veröffentlichung in Zeitungen: